Donnerstag, 29. März 2012

8

03:38, ich kann nicht schlafen, mal wieder. Liege im Bett und heule. Wegen dir. Du sagtest du willst nicht, dass ich wegen dir weine. Aber ich tue es jeden verdammten Abend. Vor dem einschlafen. Nachts wenn ich aufwache. Ich liebe dich Julian. Ich bin verzweifelt, verwirrt. Ich muss noch mehr weinen, hoffentlich hören mich Mama und Papa nicht. Ich suche die Schraube. Schneide mich, immer und immer wieder. Es tut so gut, dieser Schmerz. Ich bin zu dick. Ich muss noch mehr weinen. Ist doch klar, dass du die anderen Mädchen mehr magst. Sie sind schöner, dünner, besser.
Ich will, dass alles aufhört. Ich will einen perfekten Körper. Ich will mein Leben nicht hassen, ich will einfach nur glücklich sein. Zum Glück weißt du nicht wie scheiße es mir geht, sage ich wenn ich ein Foto von dir in der Hand halte. Würdest du mir einmal in die Augen gucken und mich fragen ob es mir gut ginge, ich müsste heulen. Ich hätte Angst, dass du merkst das etwas mit mir nicht stimmt. Ich möchte nicht, dass du dir Sorgen machst. Du machst dir viel zu viele Sorgen.
Ich will alleine sein. Ich habe das Gefühl, jemand fremdes ist noch mit im Raum. Ich mache meine kleine Nachttischlampe an, doch sehe niemanden. Ich gucke in dem Spiegel, sehe völlig verheult aus. Meine Augen sind angeschwollen und rot. Ich versuche zu lächeln, doch es geht nicht. Meine Mundwinkel bewegen sich kein Stück. Ich lege mich wieder in mein Bett und mache das Licht aus. Alles dunkel, alles still. So schön still. Ich liebe Stille. Mir ist kalt, ich zittere. Ich wünschte, ich hätte mich nicht geschnitten. Aber es tat auch gut, irgendwie. Es war schön. Wunderschön.
Fast so schön wie du. Du bist derjenige, auf den ich immer gewartet habe. Du bist derjenige, den ich Liebe, über alles. 

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